Michael Müller in Marzahn-Hellersdorf: „Wir brauchen Standorte“

Michael Müller in Marzahn-Hellersdorf: „Wir brauchen Standorte“

 

Inklusion, bezahlbare Wohnungen sowie Bildung waren einige der Themen, die beim Bürgerdialog in Marzahn-Hellersdorf zur Sprache kamen. Den vierten Termin der Füreinander-Tour „Michael Müller im Gespräch“ im Rathaus Helle Mitte besuchten am Montag rund 100 Bürgerinnen und Bürger, um sich mit dem Regierenden Bürgermeister über ihre Anliegen auszutauschen. 

Zu Beginn der Veranstaltung verdeutlichte Michael Müller die Herausforderungen, vor denen Berlin derzeit steht. Berlin wächst. Jährlich kommen 40.000 neue Einwohner in die Stadt. „Wir müssen jedes Jahr die Infrastruktur einer kleineren Stadt organisieren“, sagte Müller. Deshalb müsse ressortübergreifend gearbeitet werden, um das Angebot unter anderem an medizinischer Versorgung, Bildung, Mobilität und Wohnen bedarfsgerecht auszuweiten.

Wichtig ist Müller dabei, dass sich alle mitgenommen fühlen. „Klar ist, wir wollen die Wachstumsprozesse unterstützen, aber genauso muss sich das Angebot für die Berlinerinnen und Berliner, die seit vielen Jahren hier leben, weiterentwickeln.“ Keiner dürfe Angst vor Verdrängung haben.

Sozialer Wohnungsbau war dann auch eines der Themen, die den Bürgerinnen und Bürgern an diesem Abend besonders am Herzen lagen. Die städtischen Wohnungsbaugesellschaften seien ein wichtiger Partner, um das Angebot an bezahlbarem Wohnraum und auch an barrierefreien Wohnungen auszuweiten, betonte Müller. Auch bei privaten Baufirmen achte man sehr darauf, dass sie preiswerte Wohnungen bauen.

Auf die Kritik an der Standortauswahl von Flüchtlingsunterkünften antwortete Michael Müller mit deutlichen Worten. „Wir brauchen Standorte“, machte Müller klar. Solange es nicht andere internationale oder nationale Regelungen gebe, müsse die Stadt dafür sorgen, geflüchtete Menschen vernünftig aufzunehmen. „Und ich füge in aller Deutlichkeit hinzu: Ich will auch Menschen helfen, die in Not sind“, so Müller.

Nach der anderthalbstündigen Fragerunde appellierte Michael Müller an die anwesenden Gäste, sich einzubringen und sich für eine offene und hilfsbereite Gesellschaft zu engagieren, im Alltag wie auch bei der Wahl im September in Berlin.

 

 

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