Michael Müller: Berlin setzt Zeichen für Freiheit und Vielfalt

Michael Müller: Berlin setzt Zeichen für Freiheit und Vielfalt

Regenbogenflagge
 

Am Abend des 18. Juni wird das Brandenburger Tor ab 21.45 Uhr in den Regenbogenfarben strahlen. Damit begleitet Berlin eine Mahnwache, mit der an die Opfer des Anschlags von Orlando erinnert werden soll. Die Berliner SPD ruft zur Teilnahme auf. "Mit der Beleuchtung des Brandenburger Tores in den Regenbogenfarben der LGBTI-Bewegung im Herzen Berlins sendet die deutsche Hauptstadt ein Signal des Mitgefühls, das ich auch dem Botschafter der Vereinigten Staaten von Amerika gegenüber zum Ausdruck gebracht habe", erklärte Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller. "Die Anschläge der letzten Monate von Paris, Brüssel und Orlando sind feige Angriffe auf unsere gemeinsamen Werte. Gewalt und Intoleranz gegen vielfältige Lebensweisen dürfen in unserer Gesellschaft keinen Platz haben. Berlin steht für Freiheit, Toleranz und Weltoffenheit. Auch in Deutschland und auch in Berlin gibt es wieder politische Kräfte, die Hass säen, gegen Minderheiten hetzen und das schäbige Spiel der Populisten spielen. Wir haben die Mauern aus Stein eingerissen – jetzt werden wir keine neuen Mauern in den Köpfen zulassen.“

Zu der Mahnwache haben Organisationen und Vertreterinnen und Vertreter aus der lesbischen, schwulen, bisexuellen, transgender, transsexuellen, und intersexuellen (LGBTI) Gemeinschaft in Berlin aufgerufen. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller: „Berlin steht heute für viele Menschen auf der ganzen Welt für Freiheit und Vielfalt. Wir in Berlin wissen aus eigener Erfahrung, dass Freiheit keine Selbstverständlichkeit ist und immer wieder verteidigt werden muss. Der Anschlag von Orlando war ein Anschlag auf die Freiheit. So wie die Anschläge von Paris und von Brüssel. Freiheit ist unteilbar, sie gilt für alle. Sexuelle Orientierung, Geschlecht, Herkunft oder Religion dürfen niemals zur Einschränkung der Freiheit führen. Und deshalb setzen wir am Samstag gemeinsam mit den Veranstaltern der Mahnwache am Brandenburger Tor ein Zeichen."

„Berlin gedenkt den 49 Ermordeten mit dem Brandenburger Tor in Regenbogenfarben", so der Landesvorsitzende der QueerSozis (Schwusos) Berlin, Markus Pauzenberger, und der Landesgeschäftsführer der Berliner SPD, Dennis Buchner, in einer Erklärung. "Wir sind bei den Familien und Freunden der Opfer und trauern mit Ihnen am Brandenburger Tor, dem Berliner Symbol der Freiheit. Das Massaker in Orlando war ein Angriff auf die Freiheit, auch auf die Freiheit, ein selbstbestimmen queeres Leben zu führen. Die Berliner SPD und die QueerSozis (Schwusos) Berlin rufen alle Berlinerinnen und Berliner dazu auf, an der Veranstaltung am Sonnabend, den 18. Juni 2016, ab 21.00 Uhr auf dem Pariser Platz teilzunehmen. Berlin ist die Hauptstadt der Freiheit. Zeigen wir gemeinsam, dass wir keine Angriffe darauf hinnehmen und setzen ein Zeichen für die Solidarität."

Der queerpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Tom Schreiber, begrüßte  "dass Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller zum Anlass der Gedenkveranstaltung am Brandenburger Tor am 18.06.2016 ein Zeichen der Solidarität und Trauer für die Opfer und Hinterbliebenen setzt". Die Beleuchtung am Brandenburger Tor in den Regenbogenfarben sei ein starkes Signal, dass die LGBTI-Community in die Mitte unserer Gesellschaft gehöre. Tom Schreiber: "Auch unsere vielfältige Gesellschaft in Berlin ist angreifbar. Wir erleben auch in Berlin Hassgewalt und Homophobie. Deshalb ist es wichtig, dass wir alle zusammenstehen und deutlich machen, dass wir jede Form dieser Gewalttaten strafrechtlich verfolgen und genügend Raum und Schutz den Menschen bieten, welche ihr ganz normales Leben in Berlin leben wollen“.

 

 

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