1. Mai: Zeit für mehr Solidarität

1. Mai: Zeit für mehr Solidarität

Mai 2016, Michael Müller
 

Unter dem Motto "Zeit für mehr Solidarität" haben sich rund 14.000 Berlinerinnen und Berliner an den Mai-Veranstaltungen des DGB beteiligt. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller nahm am Demonstrationszug teil und hielt ein Grußwort auf der Kundgebung am Brandenburger Tor. Die Gewerkschaften setzten sich am 1. Mai für gute Löhne, Tarifbindung und gleiches Geld für gleiche Arbeit ein. Doro Zinke, Vorsitzende des DGB Berlin-Brandenburg forderte ein Ende der prekären Beschäftigung.

Michael Müller betonte in seinem Grußwort die Bedeutung des 1.Mai. Es sei ein Tag, "an dem Zehntausende sagen, dass man dafür kämpfen muss, dass mehr Arbeitsplätze geschaffen werden, gute Arbeitsplätze geschaffen werden, dass es weiter gehen muss mit mehr Rechten für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer." Müller: "Das, was hier heute stattfindet, ist keine Folklore, sondern hoch aktuell und wichtig." Müller rief dazu auf, sich nicht zurückzulehnen. Dreieinhalb Millionen Menschen profitieren endlich vom Mindestlohn. Die düsteren Prognosen der Wirtschaft seien nicht eingetroffen. "Und es muss weitergehen mit dem Mindestlohn, er muss sich weiter nach oben entwickeln."

 
Michael Müller bei den Beschäftigten von Nokia.

Michael Müller bei den Beschäftigten von Nokia. Foto: Horb

 

Müller setzte sich für gleichen Lohn für gleiche Arbeit ein. Auch wenn sich im Dienstleistungssektor, im Tourismus und den neuen Technologien viel in Berlin getan habe, rief Müller dazu auf, in Berlin weiter um jeden Industriearbeitsplatz zu kämpfen. Er verwies dabei insbesondere auf den Kampf der Beschäftigten von Nokia. Auch wenn viel erreicht worden sei, gebe es noch immer 180.000 Arbeitslose  und rund15.000 Jugendliche ohne Arbeit. Für sie müssten Perspektiven geschaffen werden. Müller kündigte den Ausbau des öffentlichen Dienstes an. Den Kolleginnen und Kollegen sagte der Regierende Bürgermeister Michael Müller zu: "Wir wollen Tarifverträge und wir wollen das Outsourcing beenden."

An die Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter appellierte der Regierende Bürgermeister, mit zu helfen, dass der Wohnungsbau in der Stadt vorankommt und solidarisch mit denen zu sein, die Hilfe brauchen. Eine Spaltung der Gesellschaft dürfe nicht zugelassen werden.

 
Auf der Bühne der Maikundgebung.

Auf der Bühne der Maikundgebung. Foto: Urban

 
 
DGB-Demonstrationszug mit den Gewerkschaftsvorsitzenden und dem Regierenden Bürgermeister. Foto: Urban

DGB-Demonstrationszug mit den Gewerkschaftsvorsitzenden und dem Regierenden Bürgermeister. Foto: Urban

 
 
Maifest in Marzahn-Hellersdorf

Maifest in Marzahn-Hellersdorf. Foto: Urban

 

Am Nachmittag besuchte Michael Müller die Maifeste der SPD in den Bezirken - hier in Marzahn-Hellersdorf mit Stefan Komoß.

 
1. Mai SPD-Stand

1. Mai mit Fahnen am SPD-Stand. Foto: Horb

 
 
1. Mai SPD-Stand

1. Mai SPD-Stand. Foto: Horb

 

Die Berliner SPD schenkte am Startplatz des Demonstrationszugs Kaffee aus. Auch Arbeitssenatorin Dilek Kolat war dabei.

 

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