Füreinander: Michael Müller in Friedrichshain-Kreuzberg

Füreinander: Michael Müller in Friedrichshain-Kreuzberg

Michael Müller, Heiligkreuz-Kirche
 

Es wurde eine lebendige Diskussion über Tourismus und Sauberkeit, über bezahlbaren Wohnraum und Sorgen vor Verdrängung, über die Mischung von Gewerbe und Wohnen. Die neunte Station seiner Füreinander-Tour durch Berlins Bezirke führte Michael Müller am 19. Mai in die Heiligkreuz-Kirche am Kreuzberger Blücherplatz.

 

 
Michael Müller, Heiligkreuz-Kirche
 

Konflikte gibt es einige in Friedrichshain-Kreuzberg. Etwa zwischen einigen Anwohnern und Touristen, denen eine Mitschuld an der Vermüllung mancher Gebiete gegeben wird. Michael Müller warb für ein differenziertes Bild. Er wies auf die Bedeutung des Tourismus für die Stadt hin, kündigte aber an, sich weiter um die praktischen Folgen zu kümmern, etwa durch stärkeren Einsatz der BSR in besonders betroffenen Bereichen. Hierzu müsse man im Gespräch bleiben. Eine Sprecherin der Gewerbetreibenden auf dem Dragonerareal, einem bundeseigenen Grundstück an der Obentraudstraße, dessen Verkauf an einen privaten Investor durch den Bundesrat gestoppt wurde, setzte sich für den Bestandsschutz der derzeitigen Gewerbe ein, einer Mischung von Unterhaltungsangeboten für Jung oder Alt, Autowerkstätten und Handwerk. Michael Müller machte ebenso wie die SPD-Bundestagsabgeordnete Cansel Kiziltepe deutlich, dass der Senat sich auf allen Ebenen für eine Rückabwicklung des Verkaufs einsetze. Es sei erreicht worden, dass bundeseigene Grundstücke künftig nicht mehr automatisch zum Höchstpreis verkauft werden, sondern dass auch städtebauliche und soziale Aspekte eine Rolle spielen. Einen weiteren Konflikt  sehen Anwohner in der künftigen Nutzung des Areals einer ehemaligen Bockbierbrauerei. Hier werde er alle rechtlichen Maßnahmen ausschöpfen, um  den Erhalt bestehender Institutionen zu sichern, versprach SPD-Bürgermeisterkandidat Peter Beckers.

Auch wenn bei einigen Fragen Misstrauen spürbar war, bekam Michael Müller großen Beifall für seinen Aufruf, sich zu engagieren und den Einzug rechtsradikaler oder populistischer Parteien in die Bezirksämter zu verhindern. Die wollten eine andere Republik, die nicht mehr von Solidarität und Toleranz geprägt sei, warnte Müller. Und da die Bezirksämter nach dem Proporz besetzt werden, stünden ihnen bei einem Erfolg erhebliche Finanzmittel und Verwaltungsstrukturen zur Verfügung. Das wollte die Mehrheit der Menschen bei der Füreinander-Tour in  Friedrichshain-Kreuzberg nicht. Viele suchten im Anschluss an die anderthalbstündige Fragerunde noch das persönliche Gespräch.

 
KandidatInnen friedrichshain-Kreuzberg
 

Gruppenbild mit Michael Müller: Die SPD-Kandidatinnen und Kandidaten  aus Friedrichshain-Kreuzberg für Bezirk und Abgeordnetenhaus. Von links nach rechts: Bürgermeisterkandidat Peter Beckers, Sevim Aydin, Michael Müller, Susanne Kitschun, Cansel Kiziltepe, Björn Eggert, Sven Heinemann.

Foto: Horb

 

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