Michael Müller im Interview: Neuanfang mit Rot-Rot-Grün

Michael Müller im Interview: Rot-Rot-Grün als Neuanfang

Michael Müller
 

"Rot-Rot-Grün ist eine Riesenchance für die Stadt und natürlich auch die drei beteiligten Parteien." Das erklärte der SPD-Landesvorsitzende und Regierende Bürgermeister Michael Müller im Interview mit der Berliner Zeitung. Rot-Rot-Grün solle ein Neuanfang sein.

Alle drei möglichen Koalitionspartner könnten angesichts des Wahlergebnisses vom 18. September nicht so weitermachen wie bisher. "Wir wollen neue Wege gehen, einen anderen Kommunikationsstil untereinander und mit der Stadt pflegen. Und wir wollen bundespolitisch eine wichtigere Rolle spielen, schon weil wir in unserer Konstellation besonders aufmerksam beobachtet werden. Mir persönlich ist auch wichtig, dass es eine Koalition des sozialen Zusammenhalts wird", erklärte Müller.

Der SPD-Landesvorsitzende kündigte Konsequenzen aus der Wahlanalyse an, die im SPD-Landesvorstand diskutiert worden ist. Dazu gehöre, so Müller, "dass ich als Regierender Bürgermeister anders agieren werde als mit der CDU". Müller: "Auch wenn es bei den schwierigen Diskussionen mit der CDU wie zum Beispiel der Homo-Ehe oder einer menschenwürdigen Lösung für die Flüchtlinge am Lageso um grundsätzliche Fragen ging, wurde die Form der Auseinandersetzung mit dem Koalitionspartner von den Wählern offenbar nicht honoriert. Eine zweite Konsequenz wird sein, dass die SPD in der Stadt präsenter sein muss, und zwar nicht nur vor einer Wahl, sondern über die fünf Jahre der Legislaturperiode hinweg. Das ist schwieriger geworden, weil wir Abgeordnete und damit auch Präsenz in ganzen Stadtteilen verloren haben."

 

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