Michael Müller: Sorge um den Zeitungsmarkt

Michael Müller: Sorge um den Zeitungsmarkt

Michael Müller
 

Mit Besorgnis hat Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller die aktuellen Entwicklungen bei den Berliner Tageszeitungen „Berliner Zeitung“ und „Berliner Kurier“ zur Kenntnis genommen. „Die Redakteurinnen und Redakteure der ‚Berliner Zeitung‘ und des ‚Berliner Kurier‘ befinden sich infolge der heute in Köln vom Medienhaus DuMont mitgeteilten Pläne in einer sehr ernsten Lage", sagte Müller. "Die Belegschaften haben seit Jahren getan, was in ihren Möglichkeiten lag: Sie haben großes persönliches Engagement für ihre Blätter gezeigt und haben tagtäglich qualitätvollen, modernen und kritischen Journalismus gemacht. Ich erwarte, dass der Verlag seine Fürsorgepflicht ernst nimmt und dass für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein guter und sozial verträglicher Weg gefunden wird, der ihrer aus diesen Veränderungen resultierenden schwierige Situation gerecht wird.“

Künftig sollen die beiden Zeitungen aus einem gemeinsamen Newsroom heraus zusammen mit den Online-Angeboten produziert werden. Etwa 50 bisherige Redaktionsstellen werden voraussichtlich wegfallen.

Der jetzt angekündigte radikale Schnitt dürfe auf keinen Fall zum Einstieg in den Ausstieg des Kölner Hauses aus dem Berliner Zeitungsmarkt führen und erst recht nicht der Anfang vom Ende der beiden renommierten Zeitungen mit ihrer spezifischen Tradition, so der Regierende Bürgermeister. "Beide Zeitungen sind unverzichtbare kritische und kompetente Stimmen, die einen wichtigen und mit klarem Profil versehenen Beitrag zur demokratischen Debattenkultur in unserer Stadt und ihrer Zivilgesellschaft leisten.“

 

 

Unterstützen Sie Michael Müller!

Hinterlassen Sie Ihre E-Mailadresse und helfen Sie, damit Michael Müller regierender Bürgermeister von Berlin bleibt.